Was ist Osteopathie?
Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapieform, die darauf abzielt, die Beweglichkeit verschiedener Körperstrukturen wie Muskeln, Bänder, Sehnen und innere Organe zu verbessern oder aufrechtzuerhalten. Ihr Hauptziel ist es, den Körper in einen Zustand zu versetzen, in dem er möglichst beschwerdefrei funktionieren kann, indem sie auf natürliche Weise seine Funktionalität unterstützt.
In der Praxis der Osteopathie steht die gründliche Untersuchung des gesamten Körpers im Mittelpunkt. Das Ziel dabei ist es, die zugrundeliegende Ursache von Beschwerden zu identifizieren und gezielt zu behandeln. Häufig liegt der Ursprung von Beschwerden nicht unbedingt am Ort der spürbaren Symptome. Der Körper versucht oft, durch Kompensation und Anpassung die auftretenden Symptome zu mildern. Erst wenn diese Kompensationsmechanismen nicht mehr ausreichen, treten Symptome wie Schmerzen auf.
In der Osteopathie werden verschiedene manuelle und integrative Techniken angewendet, um die Selbstregulations- und Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Durch diese Methoden wird der natürliche Heilungsprozess des Körpers unterstützt und gefördert. Der Fokus liegt dabei darauf, die Gesamtheit des Körpers zu betrachten und seine natürlichen Regenerationsmechanismen zu nutzen, um eine nachhaltige Verbesserung der Beschwerden zu erreichen.
Die Osteopathie beruht auf 5 Prinzipien, die alle miteinander in Zusammenhang stehen:
- Die Wechselwirkung zwischen Struktur und Funktion
- Selbstheilungskräfte des Körpers
- Betrachtung des Körpers als eine Einheit
- Die Durchblutung als Wichtigstes
- Der Patient steht im Vordergrund, nicht seine Krankheit
Die Osteopathie kann man in drei Bereiche unterteilen:
Parietales System
Die parietale Osteopathie befasst sich mit Funktionsstörungen des muskuloskelettalen Systems. Dies beinhaltet die Knochen, Bänder, Gelenke, Faszien und Muskeln.
Viszerales system
Die viszerale Osteopathie befasst sich mit den inneren Organen, den Aufhängungen, der Durchblutung und der nervalen Versorgung der inneren Organe, sowie der Wechselwirkung mit anderen Systemen.
Craniosakrales system
Die craniosakrale Osteopathie befasst sich mit den Schädelknochen und dessen Bestandteilen, die über die Wirbelsäule, das Rückenmark und den Rückenmarkskanal mit dem Kreuzbein verbunden sind. Dabei wird auf den Rhythmus des craniosakralen Systems geachtet und basierend darauf behandelt.
Definition der Osteopathie nach A. T. Still:
„Find it, fix it, leave it alone“ - Finde die Ursache, behandle diese und lasse sie in Ruhe.
Hinweis:
Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass bei einer osteopathischen Behandlung und / oder Beratung kein Heilsversprechen gegeben werden kann. Jeder Mensch und jeder Körper reagiert unterschiedlich auf eine osteopathische Behandlung, weshalb die Möglichkeit einer Verschlechterung oder keiner Änderung der Symptome möglich ist. Die Osteopathie beruht in einigen Bereichen nicht auf evidenzbasierten Studien, womit sie nicht in allen Bereichen wissenschaftlich belegt ist.